GROUP MYSTIQUE - BRUNCHIES The Good Morning Event Berlin
Mary Jane Berlin 2026 ist laut. Hallen voller Menschen, Messestände, Musik, Gespräche und tausende Eindrücke, die gleichzeitig auf einen einprasseln. Genau deshalb sind es oft die Momente außerhalb des Messegeländes, die am längsten im Gedächtnis bleiben.
"Zwischen Messetrubel und Großstadtlärm fanden wir einen Ort, an dem Genuss wichtiger war als Geschwindigkeit."
Einer dieser Momente war die Einladung von Group Mystique zu ihrem exklusiven Brunch am Samstagmorgen.
Mit einer Adresse in der Hand machten wir uns quer durch Berlin auf den Weg. Wer Berlin kennt, weiß: Das ist selten ein kurzer Spaziergang. Doch schon nach der Fahrt war klar, dass sich jeder Kilometer gelohnt hatte. Nach einer kleinen Suche zwischen den Wohnhäusern eines ruhigen Berliner Viertels fanden wir schließlich die Location.
An der Tür wurden wir herzlich von Marina und Vanessa empfangen. Keine große Inszenierung, kein übertriebener Empfang, einfach ehrliche Gastfreundschaft. Genau die Art von Atmosphäre, die den Ton für den restlichen Vormittag setzte.
Nach einem kurzen Hallo ging es direkt in den Garten, wo bereits die ersten Gäste zusammenstanden. Bekannte Gesichter aus der Community waren ebenfalls dabei, darunter Kevin von Mystery Bees und MrTerpz. Schnell entstanden Gespräche über die Messe, neue Projekte, Pflanzen, Terpene und alles dazwischen. Es war einer dieser seltenen Momente, in denen niemand auf die Uhr schaut und trotzdem ständig etwas passiert.
Kurz darauf begann der kulinarische Teil des Vormittags. Den Auftakt machten zwei kreativ interpretierte Infused Cocktails, die direkt die Richtung des gesamten Menüs vorgaben.
"So schmeckt die Zukunft des Infused Dining: bewusst, präzise und voller Charakter."
Der erste war eine alkoholfreie Interpretation eines Porn Star Martini. Mit Yellow Sun Tee, 0 %-Wermut, Passionsfrucht und Vanille entstand ein fruchtiger, angenehmer Drink, der sommerlich leicht wirkte und dennoch eine schöne Tiefe mitbrachte.
Der zweite Cocktail, ACE, setzte auf eine völlig andere Aromatik. Türkischer Apfeltee, Karotte, Ingwer und Zitrone ergaben eine frische, leicht würzige Komposition, die überraschend harmonisch war und perfekt zum entspannten Start in den Brunch passte.
Beide Drinks zeigten bereits zu Beginn, worum es an diesem Vormittag ging: ausgewogene Aromen, hochwertige Zutaten und ein durchdachtes Infused-Konzept, das den Geschmack stets in den Mittelpunkt stellte.
Ein starker Auftakt
Wenig später wurde der erste Gang serviert - ein Dreierlei von Tomaten, das eindrucksvoll zeigte, wie viel Charakter in scheinbar einfachen Zutaten stecken kann. Unterschiedliche Texturen, intensive Aromen und eine Präsentation, die fast zu schön war, um den ersten Bissen zu nehmen.
Begleitet wurde das Gericht von frisch gebackenem Focaccia, verfeinert mit Meersalz und Rosmarin. Außen leicht knusprig, innen weich und luftig - genau so, wie ein gutes Focaccia sein sollte.
Dazu wurde eine cremige Burrata serviert, getoppt mit feinem Olivenabrieb und gerösteten Mandeln. Die Kombination aus der milden Cremigkeit der Burrata, den fruchtigen Tomaten und den nussigen Aromen harmonierte perfekt und machte den ersten Gang bereits zu einem echten Highlight.
Natürlich durfte auch das Infused-Konzept nicht fehlen. Statt aufdringlich im Vordergrund zu stehen, wurde das Gericht mit einem dezent infundierten Öl veredelt. Geschmack und Wirkung waren dabei nicht Selbstzweck, sondern Teil des Gesamterlebnisses - subtil eingesetzt und passend zur Philosophie des Menüs.
Frische mit Tiefgang
Der zweite Gang bewies erneut, dass gute Küche nicht kompliziert sein muss. Serviert wurde ein liebevoll angerichteter Gurkensalat, der durch seine Frische sofort überzeugte.
Ein leichtes, fein abgestimmtes Dressing verlieh dem Gericht eine angenehme Tiefe und erinnerte uns geschmacklich an asiatische Aromen. Ohne zu dominant zu sein, brachte es genau die richtige Balance aus Frische, Säure und Würze mit - und machte den Salat zu einer überraschend spannenden Komposition.
Auch bei diesem Gang war das Infused-Konzept Teil des Gerichts, diesmal besonders dezent. Die Infusion wurde als flüssiger Zusatz in das Dressing eingearbeitet und fügte sich harmonisch in das Geschmacksbild ein. Sie stand nicht im Mittelpunkt, sondern ergänzte die Aromen auf eine unaufdringliche Weise und unterstrich den Anspruch des Menüs, Cannabis bewusst und kulinarisch sinnvoll einzusetzen.
Ein leichter Zwischengang, der perfekt in das Menü passte und die Vorfreude auf das Kommende noch einmal steigerte.
"Jeder Gang erzählte eine Geschichte. Cannabis war dabei nie der Hauptdarsteller, sondern Teil der Komposition."
Das Highlight des Brunchs
Mit dem Hauptgang erreichte das Menü schließlich seinen Höhepunkt. Für uns war er ohne Zweifel das kulinarische Highlight des Vormittags.
Serviert wurde eine hausgemachte, tortillaähnliche Spezialität, großzügig mit Käse überbacken. Vielleicht trifft diese Beschreibung das Gericht nicht ganz - eines steht aber fest: Alles wirkte frisch zubereitet und mit viel Liebe zum Detail gefertigt.
Belegt war die Tortilla mit fein eingelegten Zwiebeln und einem stundenlang geschmorten Rindfleisch, das so zart war, dass es beinahe von selbst zerfiel. Jede einzelne Komponente hatte ihren Platz, doch erst im Zusammenspiel entstand das, was das Gericht so besonders machte.
Die leichte Säure der eingelegten Zwiebeln, die würzige Tiefe des langsam geschmorten Fleisches und der zerlaufene Käse verschmolzen zu einer Kombination, die bei jedem Bissen aufs Neue begeisterte. Kräftig, ausgewogen und unglaublich aromatisch – eine echte Geschmacksexplosion.
Auch hier blieb das Infused-Konzept seiner Linie treu. Es war präsent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und ergänzte das Gericht auf eine Weise, die den Genuss unterstützte, anstatt ihn zu überlagern.
Ein süßer Abschluss
Eigentlich waren wir nach dem Hauptgang alle mehr als satt. Mit vollen Bäuchen saßen wir entspannt auf unseren Plätzen und waren uns sicher, dass das Menü seinen Höhepunkt bereits erreicht hatte.
Dann öffnete sich die Küchentür und die wohl schönsten Worte des Tages fielen:
„Nachtisch, Jungs!“
Wenige Augenblicke später wurden die letzten Teller des Brunchs serviert. Den Abschluss bildete eine cremige Pekannuss-Eiscreme, kombiniert mit einem luftigen Erdbeer-Mousse und frischen Erdbeeren. Ein Dessert, das genau das richtige Maß traf: aromatisch, sommerlich und angenehm leicht. Süß, ohne zu beschweren – der perfekte Abschluss eines Menüs, das von Anfang bis Ende durchdacht war.
Mit dem letzten Löffel endete zwar das Essen, nicht aber die Gespräche. Noch eine Weile wurde gelacht, gefachsimpelt und sich über die Eindrücke der vergangenen Tage ausgetauscht. Genau diese ungezwungenen Momente machen Veranstaltungen wie diese besonders. Es ging nicht nur um gutes Essen oder das Infused-Konzept – es ging darum, Menschen zusammenzubringen.
Zum Abschluss wurde uns sogar noch freundlicherweise ein Shuttle organisiert, das uns direkt zur Messe brachte. Eine kleine Geste, die den Tag perfekt abrundete und einmal mehr zeigte, mit wie viel Herzblut Marina, Vanessa und das gesamte Team Group Mystique diesen Brunch organisiert hatten.
"Zwischen Tomaten, Burrata und stundenlang geschmortem Rind entstand eines der kulinarischen Highlights unseres Mary-Jane-Wochenendes."
Unser Resümee
Zwischen dem Trubel der Mary Jane Berlin war der Group Mystique Brunch ein wohltuender Gegenpol. Für ein paar Stunden rückte die Messe in den Hintergrund und machte Platz für ehrliche Gespräche, außergewöhnliche Küche und ein Konzept, das zeigte, wie vielseitig moderne Cannabiskultur sein kann.
Besonders beeindruckt hat uns, wie selbstverständlich das Infused-Thema in das Menü integriert wurde. Nicht als Showeffekt oder Selbstzweck, sondern als geschmackvolle Ergänzung, die jedes Gericht sinnvoll unterstützte.
Statt auf möglichst hohe Dosierungen oder ein maximales High zu setzen, arbeitete das gesamte Menü bewusst mit Microdosing. Die einzelnen Komponenten bewegten sich zwischen 2 und 5 mg und wurden gezielt passend zu den jeweiligen Speisen eingesetzt.
"Microdosing bedeutet nicht weniger Erlebnis – sondern mehr Bewusstsein."
Zum Einsatz kamen ein Sonnenblumenöl, infundiert mit Jack Herer (5 mg), ein Rapsöl mit Mexican Sativa (3 mg), ein mit Amnesia Haze veredelter Honig (3 mg) sowie ein Purple Haze-Salz (2 mg). Jede Infusion war bewusst auf das jeweilige Gericht abgestimmt und ergänzte dessen Aromen, anstatt sie zu überdecken.
Genau dieses food pairing machte den Unterschied. Das Ziel war nicht ein möglichst intensiver Rausch, sondern ein bewusstes, kulinarisches Gesamterlebnis, bei dem Geschmack, Atmosphäre und Wirkung harmonisch miteinander verschmolzen. So zeigt modernes Infused Dining, wie Cannabis verantwortungsvoll und mit viel Fingerspitzengefühl eingesetzt werden kann.
Kulinarisch überzeugte jeder einzelne Gang, doch mindestens genauso in Erinnerung bleiben wird uns die Atmosphäre. Herzlich, entspannt und voller Menschen, die ihre Leidenschaft teilen. Man merkte schnell, dass hier nicht einfach ein Event veranstaltet wurde – hier wurde Gastfreundschaft gelebt.
Manche Begegnungen enden mit einem gemeinsamen Foto, andere markieren den Anfang von etwas Größerem. Vielen Dank an Group Mystique für diesen besonderen Tag.
Wir freuen uns auf alles, was vor uns liegt, und sind gespannt, welche Geschichten wir in Zukunft gemeinsam schreiben werden.